Systemische Therapie und Beratung in Berlin



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Der Ablauf einer Sitzung

Nach den Erstgesprächen kommt die eigentliche Therapie und Beratung, die sich in fünf Abschnitten untergliedern kann:
Vorsitzung, Interview, Unterbrechung, Intervention und Nachbesprechung.



Vorsitzung:

Es werden erste Fragen vorformuliert, die in der Anfangsphase ein Leitfaden sein können.
Dabei achte ich darauf, daß bei diesen Fragen nicht die Sichtweise einzelner Familienmitglieder dargestellt wird und das sie neutral formuliert werden.


Interview:

Ich beginne die in der Vorsitzung entworfenen Hypothesen zu überprüfen. Dies geschieht indem ich entweder der Familie verschiedene Aufgaben gebe oder ich stelle eine Reihe von Fragen zu einem bestimmtem Thema. Die Fragen werden nach unterschiedlichen Methoden gestellt.
Treffen die entworfenen Hypothesen zu, versucht der Therapeut dann sie weiter zu spezifizieren. Doch treffen sie nicht zu, müssen neue Hypothesen gebildet werden und sie dann wieder zum Ausgangspunkt neuer Fragen machen.

Fragen können auch während des Interviews dahingehend genutzt werden, um eine Wandlung bei einzelnen Familienmitgliedern zu erreichen.

Meistens beende ich das Interview nach 60 bis 90 Minuten. Es richtet sich danach, wann ich meine genügend Informationen erhalten zu haben und es sein kann, daß die Familie einige indirekte Denkanstöße bekommen hat.


Unterbrechung:

Nach dem Interview wird eine Pause gemacht, in der die Familie Gelegenheit bekommt über das Gespräch sprechen zu können.

Ich reflektiere seinerseits das Interview. Dabei versuche ich, mich von den emotional aufgeladenen Eindrücken zu befreien und ziemlich neutral die geäußerten Gefühle einzelner Familienmitglieder bei der Entwicklung von Interventionen mitzuverwenden.
Die Interventionen beziehen sich darauf, daß ich über die beobachteten Interaktionen nachdenke und Hypothesen entwickle, welche Regeln dem Verhalten zugrunde liegen könnten. Bei der Formulierung der Interventionen wird darauf geachtet, daß alle Familienmitglieder zu berücksichtigen und nur die Informationen zu verwenden sind, die aus dem Interview stammen. Außerdem beachte ich, daß ich etwas verschreibe das sich schon in der Familie abspielt. Denn es hilft, es bewußter werden zu lassen.

Die Interventionen beziehen sich hauptsächlich auf folgende Komponenten: Ressourcenbildung, Verschreibung von Ritualen oder "Hausaufgaben".


Intervention:

Mit der Familie wird ein Schlußgespräch geführt, in der die gewonnenen Interventionen vorgetragen und Verhaltensweisen bis zur nächsten Sitzung "verschrieben" werden.
Die Sitzung beende ich dann zügig, um eine Diskussion zu vermeiden. In der nächsten Sitzung greife ich die vielleicht neu gewonnenen Denk- oder Verhaltensweisen auf.


Nachbesprechung:

In der abschließenden "Nachbesprechung" werte ich die Beratung aus. Ich überlege, ob die Interventionen bei der Familie "angekommen" oder wie die auftretenden Reaktionen bei der Beendigung des Gespräches zu verstehen sind.
Ich schreibe auch ein Protokoll über den gesamten Ablauf.



Letzte Änderung:

Autor: Anke Mannl, kontakt@systemische-beratung-berlin.de