Systemische Therapie und Beratung in Berlin



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Zur Gründung der systemischen Therapie und Beratung

Die systemische Therapie entstand nicht von heute auf morgen. Ihre Wurzeln reichen weit in die Psychotherapiegeschichte hinein. In den 50iger Jahren begannen erste Pioniere das gewohnte Feld der Einzel- oder Gruppentherapie zu verlassen und mit Familien zu arbeiten.
Anders als bei Freud kann bei der systemischen Therapie nicht von einem Begründer gesprochen werden, sondern es sind eher eine ganze Reihe Persönlichkeiten zu nennen.

Besonders Aufsehen erregte Mitte der siebziger Jahre das Team um Mara Selvini Palazzoli aus Mailand. Das Mailänder Modell ist für praktisch alle Konzepte systemischer Therapie von unschätzbarer Bedeutung geworden.

Im Jahr 1971 wurde das Mailänder Team gegründet, das aus der Internistin und Psychoanalytikerin Mara Selvini Palazzoli, dem Psychiater Luigi Boscolo, den Psychoanalytikerin Gianfranco Checcin und Giuliana Prata bestand.

Der Grund für den Zusammenschluß lag darin, daß in der Familientherapie nicht mehr länger der Symptomträger alleine gesehen wurde, sondern Mara Selvini Palazzoli entschloß sich, bei ihrer Beschäftigung mit Magersüchtigen die ganze Familie zu betrachten.
Nachdem die Gruppe am Mental Research Institute (MRI) Jay Haley und Paul Watzlawick studierte, gründete sie in Mailand das Centro per lo studio della famiglia. Dort agierte sie als therapeutisches Team.

Bei der Arbeit mußten sich die Therapeuten mit den widersprüchlichen Botschaften einer Familie beschäftigen. Einerseits wollte sich das System Familie ändern, andererseits sollte doch alles so bleiben, wie es war. Wurde erkannt, daß die Symptome des Symptomträgers ein Teil der in der Familie herrschenden Beziehungsmuster sind, so kann man nur versuchen, die Regeln auszutauschen, um die Symptome verändern zu können. Doch die Veränderung der Regeln hat gewöhnlich tiefgreifende Veränderungen in der Familie zur Folge, deshalb tendiert das System dahin, die bestehenden Regeln beizubehalten (Streben nach Homöostase). Wenn man mit den widersprüchlichen Botschaften umgehen wollte, mußten die Therapeuten genauso paradox auf die Beschwerden eingehen. Die paradoxen Interventionen wurden geradezu zum Markenzeichen des Mailänder Modells.

Mitte der siebziger Jahre entwickelte das Team seine Theorien weiter und wurde von Gregory Batesons Buch "Ökologie des Geistes" stark beeinflußt. Der herrschende Gegensatz in der Familie, einerseits das Streben nach Homöostase und andererseits die Entwicklung wurde neu betrachtet. Die Therapeuten kümmern sich deshalb mehr um die Motive für das Verhalten eines Symptomträgers, als um die Handlungen selber. Lassen die sich ändern, dann ziehen sie auch andere Veränderungen nach sich. Denn die Familienmitglieder sind als Elemente eines Interaktionskreises zu sehen, d.h. das Verhalten eines Familienmitgliedes beeinflußt zwangsläufig auch die anderen. Jedes Mitglied wirkt auf das System ein und wird gleichzeitig durch die vom System ausgehenden Kommunikationen beeinflußt.

Im Jahre 1980 trennte sich das Mailänder Team, Gianfranco Checcin und Luigi Boscolo konzentrierten sich auf die Ausbildung von Therapeuten, während Mara Selvini Palazzoli und Giuliana Prata weitere Interventionstechniken entwickelten.


Letzte Änderung:

Autor: Anke Mannl, kontakt@systemische-beratung-berlin.de